Ist Online-Casino in Österreich legal?
Ja, aber nur bei einem einzigen Anbieter. Im Gesetz läuft das Online-Glücksspiel unter elektronische Lotterien, § 12a Glücksspielgesetz. Gemeint sind Spiele, bei denen der Vertrag übers Internet zustande kommt und zentralseitig entschieden wird, ob man gewinnt oder verliert. Anbieten darf das nur, wer eine Konzession vom Finanzministerium hat. Diese eine Konzession hat die Österreichische Lotterien GmbH, und die betreibt win2day.at.
Wer führt die Glücksspielaufsicht in Österreich?
2 Stellen, und meistens wird die falsche genannt. Das Ministerium führt die laufende Aufsicht nicht mehr, das macht seit 2021 eine Sonderdienststelle der Finanzverwaltung. Wer genau was tut, steht weiter oben bei den Institutionen.
Wann läuft die derzeitige Konzession aus?
Die Lotteriekonzession, in der das Online-Glücksspiel steckt, läuft am 30. September 2027 aus. Bei den Spielbanken geht es in 2 Etappen: Bregenz, Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg und Wien bis 31. Dezember 2027, Baden, Kitzbühel, Kleinwalsertal, Seefeld, Velden und Zell am See bis 31. Dezember 2030. Wegen dieser Fristen wird gerade alles neu geregelt.
Wird das österreichische Monopol angefochten?
Ja, beim Spielerschutz, und beanstandet hat es der Verfassungsgerichtshof selbst. Geschäftszahl und Inhalt stehen weiter oben. Praktisch heißt das: Ausgerechnet der Teil des Gesetzes, auf dem das Online-Angebot beruht, hat gar keine eigenen Spielerschutzregeln.
Wie hoch ist das Mindestalter in Österreich?
18 Jahre beim Bundesangebot. Alter und Identität werden vorher überprüft. Wo die Länder zuständig sind, gelten eigene Landesregeln, dort kann das Mindestalter also abweichen.
Wo bekomme ich in Österreich Hilfe bei Spielproblemen?
Die Spielsuchthilfe hilft Betroffenen und ihren Angehörigen, mit Vorbeugung, Beratung und Behandlung. Das kostet nichts, bleibt vertraulich und auf Wunsch anonym. Die Wiener Stelle erreichen Sie unter 01 544 13 57. Das ist eine Wiener Ortsnummer und keine kostenlose Hotline, die Online-Beratung steht aber in ganz Österreich offen. Weitere Anlaufstellen sind das Anton Proksch Institut und die Selbsthilfegruppe Anonyme Spieler.