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Online-Casino in Österreich 2026
Heute eine Konzession. Der Rechtsrahmen wird neu geschrieben.

In Österreich gibt es fürs Online-Casino genau eine Konzession. Sie gehört der Österreichischen Lotterien GmbH, die damit win2day.at betreibt. Im Gesetz heißt das elektronische Lotterien, nachzulesen in § 12a Glücksspielgesetz. Diese Konzession läuft am 30. September 2027 aus, und genau deshalb wird gerade alles neu geschrieben. Auf dieser Seite steht, wer wofür zuständig ist, welche Fristen laufen und was anders ist als bei den Online-Casinos in Deutschland.

1Online-Konzession
2027Ablauf der Konzession
18+Mindestalter

Was Österreich vom übrigen Europa unterscheidet

In den meisten europäischen Ländern konkurrieren mehrere konzessionierte Anbieter. In Österreich ist es einer. Das Glücksspielgesetz sieht nur eine einzige Lotteriekonzession vor, und die deckt das Online-Glücksspiel gleich mit ab. Dazu kommen bis zu 15 Konzessionen für Spielbanken.

Daraus folgt einiges. Eine Vergleichsliste konzessionierter Online-Casinos gibt es hier nicht, weil es nur eines gibt. Ein Anbieter-Ranking finden Sie auf dieser Seite deshalb auch nicht. Und eine Konzession aus einem anderen EU- oder EWR-Staat zählt in Österreich nicht: Damit darf niemand hier Glücksspiel anbieten. Das Finanzministerium sagt außerdem klar, dass man von Österreich aus bei ausländischen elektronischen Lotterien nicht mitspielen darf.

Beim Spielerschutz wackelt das Modell allerdings. Der Verfassungsgerichtshof hat am 14. Dezember 2022, Geschäftszahl G259/2022, entschieden: Für die Spielbanken reichen die Spielerschutzregeln nicht aus, und ohne klare Regeln hält ein Monopol vor dem EU-Recht nicht stand. Ausgerechnet für die elektronischen Lotterien, auf denen das ganze Online-Angebot beruht, stehen im Glücksspielgesetz gar keine eigenen Spielerschutzregeln.

Institutionen und maßgebliche Akteure BMF, Finanzamt Österreich, Lotterien, Casinos Austria

4 Stellen bestimmen den Markt, und wer was macht, wird fast überall falsch dargestellt. Das Wichtigste vorweg: Die Aufsicht liegt nicht mehr beim Ministerium. Zusammengestellt aus der Konzessionärsliste des Finanzministeriums.

MINISTERIUM
1

Bundesministerium für Finanzen, BMF

Gesetzgebung und Strategie Eigentümerinteressen an den Bundeskonzessionären
GSpGGesetzgebung

Das Finanzministerium bereitet die Gesetze vor, gibt die Richtung vor, kümmert sich um die internationale Zusammenarbeit und vertritt die Republik als Eigentümerin bei den Bundeskonzessionären. Die laufende Aufsicht führt es seit 1. Jänner 2021 aber nicht mehr selbst.

AUFSICHT
2

Finanzamt Österreich, Dienststelle für Sonderzuständigkeiten

Operative Aufsicht seit 1. Jänner 2021 Vergibt die Spielbankkonzessionen
AufsichtKonzessionen

Am 1. Jänner 2021 ist die Aufsicht über das konzessionierte Glücksspiel vom Ministerium auf diese Dienststelle übergegangen. Sie kontrolliert sowohl die Abgaben als auch die Einhaltung der Regeln, und sie vergibt die Spielbankkonzessionen sowie die Bewilligungen nach den §§ 6 bis 12b GSpG.

KONZESSION
3

Österreichische Lotterien GmbH

Einzige Inhaberin der Online-Konzession Berechtigt bis 30. September 2027
win2day.atBis 30.09.2027

Firmenbuch FN 54472g, Rennweg 44, 1038 Wien. Ihr gehört die einzige Bundeskonzession für elektronische Lotterien, also fürs Online-Glücksspiel, und sie betreibt damit win2day.at. Dazu kommen Lotto, EuroMillionen, Toto, Bingo und die Video-Lotterie-Terminals.

BETREIBER
4

Casinos Austria AG

Alle 12 österreichischen Spielbanken Muttergesellschaft der Österreichischen Lotterien
12 Spielbanken2027 und 2030

Firmenbuch FN 99639d, gleiche Adresse. Ihr gehören die Spielbanken vor Ort. Die Konzessionen laufen in 2 Etappen aus, Ende 2027 und Ende 2030. Welcher Standort wann dran ist, steht in den Fragen am Ende der Seite.

Häufige Fragen zu den Institutionen

Wer beaufsichtigt das Glücksspiel in Österreich tatsächlich?
2 Stellen, und die werden ständig verwechselt. Das Finanzministerium bereitet die Gesetze vor, gibt die Richtung vor, kümmert sich um die internationale Zusammenarbeit und vertritt die Republik als Eigentümerin. Die laufende Aufsicht ging am 1. Jänner 2021 an das Finanzamt Österreich, Dienststelle für Sonderzuständigkeiten. Dort werden auch die Spielbankkonzessionen und die Bewilligungen nach den §§ 6 bis 12b GSpG vergeben.
Warum heißt die Online-Konzession eigentlich Lotteriekonzession?
Weil das Gesetz älter ist als der Markt, den es regelt. Das Online-Glücksspiel läuft unter elektronische Lotterien, § 12a Glücksspielgesetz, und da fallen auch die Video-Lotterie-Terminals hinein. Deshalb steckt in der einen Konzession alles drin: Lotto, EuroMillionen, Toto, Bingo und das Online-Casino auf win2day.at.
Wie viele Konzessionen lässt das österreichische Recht zu?
Eine Lotteriekonzession, die das Online-Glücksspiel mitumfasst, und bis zu 15 Spielbankkonzessionen. Die Casinos Austria AG betreibt derzeit 12 Spielbanken. Die Obergrenze steht im Gesetz, also braucht es für weitere Online-Anbieter eine Gesetzesänderung und nicht bloß ein paar Bewilligungen mehr.

Die laufende Reform noch nichts beschlossen

Die eine Konzession wird gerade neu geregelt. Hier steht nur, was wirklich passiert ist, jeweils mit Datum. Alles, was im Entwurf steht, bleibt ein Plan, solange der Nationalrat nicht abgestimmt hat.

Stand der Reform

Wurde das österreichische Glücksspielgesetz bereits geändert?
Nein. Der Entwurf ist am 29. Juni 2026 in Begutachtung gegangen. Die Regierungsvorlage ist am 5. August 2026 im Nationalrat eingelangt und wurde am 14. September 2026 dem Finanzausschuss zugewiesen. Stand 8. Oktober 2026 ist noch nichts beschlossen. Alles andere auf dieser Seite beschreibt die Rechtslage, wie sie heute gilt.
Was würde die Reform ändern?
Schluss mit der einen Konzession: Künftig sollen mehrere Anbieter zum Zug kommen. Statt der Finanzverwaltung soll eine unabhängige Behörde die Aufsicht führen. Dazu sind zentrale Register für Spielerlimits und Sperren geplant sowie Netzsperren gegen Anbieter ohne Konzession. Das ist aber alles erst die Regierungsvorlage, die im Finanzausschuss liegt. Bis zur Abstimmung kann sich das noch ändern.
Warum kommt die Reform gerade jetzt?
2 Dinge kommen zusammen. Die Konzessionen laufen aus, die für Lotterie und Online am 30. September 2027, die ersten 6 Spielbanken am 31. Dezember 2027. Und seit dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs vom Dezember 2022 steht das Monopol beim Spielerschutz auf wackeligen Beinen, siehe weiter oben.

Regulatorische Vergleiche Österreich, Deutschland, Schweiz

3 Märkte, die geschlossen oder halb geschlossen sind, aber jeder auf seine Art. Österreich macht es über den Anbieter, Deutschland über die Spielart, also Slots gegen Tischspiele, die Schweiz über das Casino vor Ort. Verglichen anhand der amtlichen Unterlagen.

ÖSTERREICH
1

Österreich, eine Konzession

Monopol Österreichische Lotterien, win2day
1 AnbieterKonzession des BMF

Eine einzige Konzession deckt das gesamte Online-Glücksspiel ab, Casinospiele inklusive. Solange sie läuft, kommt kein zweiter Anbieter dazu. Eine Konzession aus einem anderen EU- oder EWR-Staat hilft hier nicht weiter.

DEUTSCHLAND
2

Deutschland, nach Spielart getrennt

Mehrere Konzessionen GGL und die Bundesländer
Automatenspiele bundesweitTischspiele je Land

Slots erlaubt die GGL bundesweit, im Gesetz heißen sie virtuelle Automatenspiele, und mehrere Anbieter haben diese Erlaubnis. Tischspiele und Live-Dealer sind Sache der einzelnen Bundesländer, aufgemacht haben bisher nur Bayern und Schleswig-Holstein.

SCHWEIZ
3

Schweiz, an stationäre Spielbanken gebunden

Konzessionserweiterung ESBK und Gespa
An Spielbank gebundenDNS-Sperren

Online-Casinospiele darf nur anbieten, wer schon eine Schweizer Spielbank betreibt und seine Konzession erweitern lässt. Ausländische Seiten werden per DNS gesperrt. Der Markt ist also ebenso geschlossen wie in Österreich, nur hängt hier alles am Casino vor Ort und nicht an einem einzigen nationalen Anbieter.

Häufige Fragen: Österreich, Deutschland und Schweiz im Vergleich

Worin unterscheidet sich das österreichische Modell vom deutschen?
In Österreich hängt das ganze Online-Angebot an einem einzigen Anbieter mit einer einzigen Bundeskonzession. Deutschland trennt nach Spielart: Slots sind bundesweit erlaubt, die Erlaubnis kommt von der GGL und mehrere Anbieter haben sie. Tischspiele und Live-Dealer sind dagegen Ländersache und werden bisher nur in Bayern und Schleswig-Holstein angeboten. Dazu kommt in Deutschland ein zentraler Spielerschutz mit Sperrdatei und Limits, den das österreichische Gesetz für die elektronischen Lotterien gar nicht vorschreibt.
Gilt eine EU-Konzession in einem der 3 Länder?
Nein. Das Finanzministerium sagt klar: Mit einer Konzession aus einem anderen EU- oder EWR-Staat darf niemand in Österreich Glücksspiel anbieten. In Deutschland braucht es eine Erlaubnis der GGL oder eines Bundeslandes. Und in der Schweiz dürfen nur Schweizer Spielbanken mit erweiterter Konzession online gehen, alles andere wird per DNS gesperrt.

Allgemeine Fragen Online-Casino in Österreich 2026

Ja, aber nur bei einem einzigen Anbieter. Im Gesetz läuft das Online-Glücksspiel unter elektronische Lotterien, § 12a Glücksspielgesetz. Gemeint sind Spiele, bei denen der Vertrag übers Internet zustande kommt und zentralseitig entschieden wird, ob man gewinnt oder verliert. Anbieten darf das nur, wer eine Konzession vom Finanzministerium hat. Diese eine Konzession hat die Österreichische Lotterien GmbH, und die betreibt win2day.at.
Wer führt die Glücksspielaufsicht in Österreich?
2 Stellen, und meistens wird die falsche genannt. Das Ministerium führt die laufende Aufsicht nicht mehr, das macht seit 2021 eine Sonderdienststelle der Finanzverwaltung. Wer genau was tut, steht weiter oben bei den Institutionen.
Wann läuft die derzeitige Konzession aus?
Die Lotteriekonzession, in der das Online-Glücksspiel steckt, läuft am 30. September 2027 aus. Bei den Spielbanken geht es in 2 Etappen: Bregenz, Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg und Wien bis 31. Dezember 2027, Baden, Kitzbühel, Kleinwalsertal, Seefeld, Velden und Zell am See bis 31. Dezember 2030. Wegen dieser Fristen wird gerade alles neu geregelt.
Wird das österreichische Monopol angefochten?
Ja, beim Spielerschutz, und beanstandet hat es der Verfassungsgerichtshof selbst. Geschäftszahl und Inhalt stehen weiter oben. Praktisch heißt das: Ausgerechnet der Teil des Gesetzes, auf dem das Online-Angebot beruht, hat gar keine eigenen Spielerschutzregeln.
Wie hoch ist das Mindestalter in Österreich?
18 Jahre beim Bundesangebot. Alter und Identität werden vorher überprüft. Wo die Länder zuständig sind, gelten eigene Landesregeln, dort kann das Mindestalter also abweichen.
Wo bekomme ich in Österreich Hilfe bei Spielproblemen?
Die Spielsuchthilfe hilft Betroffenen und ihren Angehörigen, mit Vorbeugung, Beratung und Behandlung. Das kostet nichts, bleibt vertraulich und auf Wunsch anonym. Die Wiener Stelle erreichen Sie unter 01 544 13 57. Das ist eine Wiener Ortsnummer und keine kostenlose Hotline, die Online-Beratung steht aber in ganz Österreich offen. Weitere Anlaufstellen sind das Anton Proksch Institut und die Selbsthilfegruppe Anonyme Spieler.

Hinweis zu Affiliate-Links

Auf dieser Website gibt es keine Affiliate-Links. Sollte sich das ändern, sagen wir es.

Zu dieser Seite

Das hier ist eine redaktionelle Seite, kein Vergleichsportal. Österreich hat einen einzigen konzessionierten Online-Anbieter, da gibt es nichts zu bewerten. Konzessionäre, Firmenbuchnummern und Fristen stammen aus der Konzessionärsliste des Finanzministeriums. Das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs zitieren wir unter seiner Geschäftszahl. Bei der Reform trennen wir sauber: Was verfahrensmäßig passiert ist, steht mit Datum da. Was im Entwurf steht, ist als Plan gekennzeichnet, denn beschlossen war mit Stand 8. Oktober 2026 nichts.

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